Naturgefahren und Naturrisiken in Zeiten des Klimawandels:
Der Mensch als Opfer und Täter zugleich
Montag, 18.15 – 19.45 Uhr, Univ. St. Gallen HSG, Raum A 01-014
„Katastrophen kennt allein der Mensch, sofern er sie überlebt; die Natur kennt keine Katastrophen“ (Max Frisch, “Der Mensch erscheint im Holozän“).
In der Schweiz spielt der Umgang mit den Naturgefahren seit jeher eine bedeutende Rolle. Ereignisse der jüngeren Vergangenheit wie die Zerstörung von Blatten (VS), die Evakuierungen von Brienz (GR) und Schwanden (GL), die Murgänge bei Bondo (GR) und Brienz (BE) sowie zahlreiche Hochwasser haben gezeigt, wie verwundbar die Schweiz im Zusammenhang mit Naturereignissen ist.
Dabei stellen sich einige grundsätzliche Fragen:
Wie muss der Mensch mit Naturgefahren umgehen, damit es nicht zu Katastrophen kommt?
Wie hoch ist das Risiko in der Schweiz und insbesondere in den Alpen für Hochwasserereignisse, Bergstürze und Murgänge, gerade auch vor dem Hintergrund des Klimawandels?
Welche Bedrohungen gibt es für Menschen und Infrastrukturen, und in welchem Ausmass werden diese in Zukunft zunehmen? Wie reduzieren Schutzmassnahmen das Risiko?
Nehmen in anderen Regionen der Welt die Naturgefahren aufgrund des Klimawandels ebenfalls zu und um welche Gefahren handelt es sich dabei?
Die diesjährige Vortragsreihe der Ostschweizerischen Geographischen Gesellschaft OGG beleuchtet Naturgefahren und -risiken mit einem klaren Fokus auf die Alpen, wagt aber auch einen Blick auf globale Ereignisse und Entwicklungen.
Dies verspricht interessante und spannende wissenschaftliche Fakten sowie Einblicke in die Praxis, die hochaktuell und für viele Menschen absolut existenziell sind.
12. Oktober, 18.15 – 19.45 Uhr, HSG, Raum A 01-014
Klimaresiliente Schweiz: Die 3-Grad-Welt (respektive 4.9-Grad-Schweiz) als Planungsgrundlage
Prof. Dr. David Bresch, gemeinsame Professur von ETH und MeteoSchweiz für Wetter- und Klimarisiken am Institut für Umweltentscheidungen, Departement Umweltsystemwissenschaften
2. November, 18.15 – 19.45 Uhr, HSG, Raum A 01-014
Unsichtbare Veränderungen im Innern der Berge: Was 25 Jahre Permafrostbeobachtung in der Schweiz zeigen
Dr. Jeannette Nötzli, wissenschaftliche Mitarbeiterin am WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF, Leiterin PERMOS (Schweizer Permafrost Messnetz)
9. November, 18.15 – 19.45 Uhr, HSG, Raum A 01-014
Staubstürme in Südafrika – Ursachen und Auswirkungen
Dr. Wolfgang Fister, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Forschungsgruppe Physiogeographie und Umweltwandel im Departement Umweltwissenschaften, Universität Basel
23. November, 18.15 – 19.45 Uhr, HSG, Raum A 01-014
Naturrisiken in der Schweiz im Klimawandel – Herausforderungen und Lösungsansätze aus dem Mobiliar Lab für Naturrisiken
Dr. Matthias Röthlisberger, Klimafolgenforschung, Mobiliar Lab für Naturrisiken, die Mobiliar und Oeschger Centre for Climate Change Research, Universität Bern
30. November, 18.15 – 19.45 Uhr, HSG, Raum A 01-014
Schutzlösungen made in Romanshorn: Einblick in Forschung und Technologie bei Geobrugg
Helene Lanter, MSc, Chief Technology Officer (CTO) Geobrugg
7. Dezember, 18.15 – 19.45 Uhr, HSG, Raum A 01-014
Klimawandel und Naturgefahren: sind die Risiken noch tragbar? – Erfahrungen aus den Hochgebirgsregionen der Welt
Prof. Dr. Christian Huggel, Environment and Climate: Impacts, Risks and Adaptation (EClim), Geographisches Institut, Universität Zürich
Leitung: Mathias Schneider, Prof. dipl. Geogr., Mittelschullehrer KSBG, St.Gallen ׀ Co-Leitung: Urs Sieber, M.Sc., Mittelschullehrer KSBG, St.Gallen