8. Dezember, 18.15 – 19.45 Uhr, HSG, Raum A 01-014

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Welternährung innerhalb Planetarer Belastungsgrenzen

Prof. Dr. Dieter Gerten, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)

In der aktuellen Epoche des «Anthropozän» ist die Erde nicht nur dem Klimawandel, sondern auch der Rodung von Wäldern, dem Verlust von Tier- und Pflanzenarten, der Wasserverknappung sowie der Verschmutzung von Luft, Böden und Gewässern ausgesetzt. Die Planetaren Belastungsgrenzen bringen neun globale Umweltänderungen in einem einheitlichen Konzept zusammen, deren vorsorgliche Einhaltung sicherstellen soll, dass sich der Gesamtzustand der Erde nicht unkontrollierbar weit von der recht stabilen Situation der letzten Jahrtausende weg bewegt. Sieben der neun Grenzen sind mittlerweile jedoch bereits überschritten, was erhebliche und vielfältige Schädigungen der Biosphäre der Erde mit weitergehenden Folgen für die Menschheit anzeigt. Da die Landwirtschaft und die Konsummuster Hauptursachen für diese Entwicklung sind, stellt der Vortrag die Frage, ob und wie die zukünftige Welternährung unter Einhaltung der Planetaren Grenzen gelingen kann.